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Die letzte Gabe der Pandora
Parallelausstellung zu "Top Dogs"

31.8.-4.9.2011
Vernissage am Dienstag, 30.8.2011

 

Die Künstler
Richard Schmitt, Alexander Kunkel, Heiko Elias Friedrich, Stephan Schaumann, Lena Hofmann, Erich Wagner, Silvan Wagner, Eva Wagner, Guido Apel, Daniel Kluge

Die letzte Gabe der Pandora

Im hellenistischen Mythos senden die Götter die wunderschöne Pandora zu den Menschen als Rache dafür, dass sie durch Prometheus das Feuer erhalten haben und damit den Göttern ähnlich geworden sind. Pandora führt ein Gefäß mit sich, das mit allen bislang unbekannten Übeln der Menschheit gefüllt ist; das Gefäß wird geöffnet, und alle Übel entweichen – bis auf die letzte Gabe, die Hoffnung. Nach einer Zeit der hoffnungslosen Auslieferung an die freigelassenen Übel öffnet Pandora ihr Gefäß ein letztes Mal und lässt auch die Hoffnung frei.Eine grundsätzliche Frage, die der Mythos stellt, ist warum die Gabe der Hoffnung unter den Übeln der Pandora ist. Zunächst erscheint sie als die einzige positive Gabe, die es den Menschen immerhin ermöglicht angesichts der Leiden der Welt weiterzuexistieren. Doch warum sollte eine solche positive Gabe unter den Übeln der göttlichen Rachegabe sein? Eine Antwort darauf wäre, dass die Hoffnung keineswegs ein positives Gut ist – immerhin verlängert sie die qualvolle Existenz der Menschen im Harren auf einen Wandel zum Besseren, der ja selbst nicht Teil der Hoffnung ist.Berechtigte Hoffnung oder blinde Hoffnung können vom Standpunkt der Hoffnung aus nicht unterschieden werden, erst von ihrem Ausgang her, der dem Hoffenden aber nur als Verheißung zur Verfügung steht. Die Ausstellung der Theatergruppe Bumerang unter dem Titel „Die letzte Gabe der Pandora“ setzt sich in Bildern, Fotographien, Gedichten, Zeichnungen und Objekten mit dieser Ambivalenz der Hoffnung auseinander.

Gemälde von Alexander Kunkel
www.alexander-kunkel.de